Performance Max – kurz PMax – ist seit dem Start die meistdiskutierte Kampagnenart in Google Ads: maximale Reichweite über alle Google-Kanäle hinweg, gesteuert von Googles KI. Lange war PMax dabei eine Black Box. Werbetreibende sahen Ergebnisse, aber kaum, wo und wie das Budget eingesetzt wurde. Mit den Updates des Jahres 2026 ändert sich genau das.

Google hat 2026 eine ganze Welle neuer Reporting-, Steuerungs- und KI-Funktionen ausgerollt. Das Ergebnis: deutlich mehr Transparenz, spürbar mehr Kontrolle – und neue Hebel, mit denen Sie PMax vom intransparenten Automaten zu einer steuerbaren Performance-Maschine machen. Wir fassen die wichtigsten Neuerungen zusammen und zeigen, was sie für Ihre Kampagnen bedeuten.

Einordnung

1. Performance Max 2026: Vom Black-Box-Tool zur steuerbaren Kampagne

Performance Max bündelt alle Google-Werbeflächen – Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps – in einer einzigen, vollautomatisierten Kampagne. Sie liefern Assets, Zielvorgaben (Conversions oder Conversion-Wert) und Budget, den Rest übernimmt Googles KI. Das ist effizient, war aber lange mit einem entscheidenden Nachteil verbunden: fehlende Transparenz und kaum Steuerungsmöglichkeiten.

Genau hier setzen die 2026er-Updates an. Google gibt Werbetreibenden schrittweise das zurück, was viele schmerzlich vermisst haben: Einblick, wohin das Budget fließt – und konkrete Stellschrauben, um die KI in die richtige Richtung zu lenken. PMax bleibt automatisiert, wird aber endlich nachvollziehbar.

Kurz gesagt: 2026 ist das Jahr, in dem Performance Max von „Vertrau der KI“ zu „Steuere die KI mit Daten“ wird. Wer die neuen Reporting- und Kontrollfunktionen konsequent nutzt, holt mehr Effizienz aus demselben Budget.

Überblick

2. Die wichtigsten Updates auf einen Blick

7
Kanäle jetzt einzeln im Reporting: Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail & Maps
10.000
Negative Keywords pro Kampagne möglich – statt früher nur 100
~7%
mehr Conversions mit dem vollen AI-Max-Funktionsumfang (Google-Angabe)

Die folgende Übersicht zeigt, wie weit sich Performance Max gegenüber den frühen Versionen geöffnet hat – von einer kaum durchschaubaren Automatik hin zu einer transparenten, steuerbaren Kampagnenart.

Performance Max: bisher vs. 2026
Google Ads Performance Max 2026: Die wichtigsten Updates PMax bisher PMax 2026 Kanäle gebündelt, intransparent Channel-Level-Reporting + Timeline max. 100 Negative Keywords bis 10.000 Negative Keywords kaum Ausschlüsse möglich Brand-, Placement- & Audience-Ausschluss Budget-Verlauf unklar Budget-Report mit Hochrechnung Reporting Keywords Ausschlüsse Budget

Schematische Gegenüberstellung der Funktionsentwicklung. Stand: Juni 2026.

Transparenz

3. Channel-Level-Reporting: Wohin Ihr Budget wirklich fließt

Die wohl wichtigste Neuerung 2026 ist das Channel-Level-Reporting. Erstmals wird sichtbar, über welche Google-Kanäle PMax Ihr Budget ausspielt und welcher Kanal welche Ergebnisse liefert. Statt einer einzigen, undurchsichtigen Gesamtzahl sehen Sie nun die Verteilung über Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps.

3.1 Die Channel-Timeline

Eine neue Timeline-Grafik im Kampagnen-Reporting zeigt, wie jeder Kanal über einen gewählten Zeitraum zu Impressionen, Klicks und Conversions beigetragen hat. Mit Filtern lässt sich zwischen Investitions- und Performance-Sicht wechseln – so erkennen Sie auf einen Blick, wo Budget fließt und wo es tatsächlich Ergebnisse bringt. Effizienz-Lücken werden damit sichtbar, bevor sie teuer werden.

3.2 „Wo Anzeigen erschienen“ & Video-Transparenz

Der Bericht „Wo Anzeigen erschienen“ liefert netzwerksegmentierte Daten und macht Platzierungen nachvollziehbarer. Zusätzlich hat Google die Video-Transparenz verbessert: Werbetreibende sehen jetzt deutlich klarer, wie Video-Assets innerhalb von PMax zu Conversions und Engagement beitragen – ein Bereich, der bislang weitgehend im Dunkeln lag.

Kontrolle

4. Mehr Kontrolle: Negative Keywords & Ausschlüsse

Neben mehr Sichtbarkeit gibt Google 2026 auch deutlich mehr Steuerung an die Hand. Die wichtigsten Kontroll-Funktionen:

  • Negative Keywords auf Kampagnenebene: Lassen sich jetzt direkt und ohne Umweg über den Google-Support hinzufügen. Das Limit wurde von 100 auf bis zu 10.000 Negative Keywords pro Kampagne erhöht – ideal, um irrelevante Suchanfragen und Marken-Traffic auszuschließen.
  • Brand-Ausschlüsse: Schließen Sie bestimmte Marken-Suchanfragen gezielt aus, damit PMax nicht unnötig Budget auf ohnehin gewonnenen Marken-Traffic verbrennt.
  • Placement-Ausschlüsse auf Kontoebene: Verhindern Sie Auslieferung auf unerwünschten Websites, Apps oder YouTube-Kanälen – jetzt zentral steuerbar.
  • First-Party-Audience-Ausschlüsse: Schließen Sie eigene Kundenlisten aus, damit Ihr Budget auf die Neukundengewinnung fokussiert statt bestehende Kunden erneut anzusprechen.

Hinweis: Mehr Kontrolle heißt nicht „möglichst viel ausschließen“. Zu aggressive Ausschlüsse engen die KI ein und können die Performance bremsen. Setzen Sie Ausschlüsse datenbasiert ein – auf Grundlage der neuen Channel- und Suchbegriff-Reports – statt nach Bauchgefühl.

Budget & Assets

5. Budget-Report & Asset-Group-Reporting

Ein neuer Budget-Report direkt in Performance Max hilft, die Ausgaben zum Monatsende hochzurechnen und zu verstehen, wie sich eine Anpassung des Tagesbudgets auf die Performance auswirkt. Das macht Budgetplanung planbarer und verhindert böse Überraschungen bei der Monatsabrechnung.

Ergänzend liefert das erweiterte Asset-Group-Reporting Leistungsdaten auf Ebene der einzelnen Asset-Gruppen – aufgeschlüsselt nach Creative-Thema. So erkennen Sie, welche Botschaften und Creatives wirklich konvertieren, und können Ihre Asset-Gruppen gezielt nach Performance schärfen.

KI-Funktionen

6. AI Max & KI-gestützte Asset-Generierung

Parallel zu PMax treibt Google mit AI Max für Suchkampagnen die KI-Automatisierung weiter voran. AI Max bündelt drei Kernfunktionen: Search-Term-Matching (keywordlose Reichweite über bestehende Keywords hinaus), Text-Anpassung (KI-optimierte Anzeigentexte aus vorhandenen Ads und Landingpages) und Final-URL-Expansion (passgenaue Landingpages je Suchanfrage).

Laut Google erzielen Kampagnen mit dem vollen AI-Max-Funktionsumfang im Schnitt rund 7 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS. Neu ist außerdem das von Gemini gestützte AI Brief: Damit steuern Sie die KI mit eigenen Worten – Kontext zu Geschäft, Botschaft und Zielgruppe. Wichtig zu wissen: Bestehende Kampagnen mit Dynamic Search Ads (DSA), automatisch erstellten Assets (ACA) und Broad-Match-Einstellung werden bis Ende September automatisch auf AI Max umgestellt.

Auch in Performance Max selbst hält generative KI Einzug: Auf Wunsch erzeugt Google Varianten Ihrer Anzeigentitel, Beschreibungen und Bilder, die parallel zu Ihren Original-Assets getestet werden. Die Freigabe bleibt bei Ihnen, KI-generierte Inhalte werden im Reporting gekennzeichnet. Ergänzend kommen Asset-Experimente zu PMax, mit denen sich Creative-Varianten sauber gegeneinander testen lassen.

Inventar & Creatives

7. Neue Inventare & Creative-Updates

Google erweitert auch die Werbeflächen: Für Kampagnen mit Filialzielen kommt Waze-Inventar zu Performance Max hinzu. Unternehmen erscheinen dort als „Promoted Places in Navigation“-Pin auf der Karte – relevant für lokale Anbieter, die Laufkundschaft und Besuche vor Ort gewinnen wollen.

Auf der Creative-Seite hebt der Google Ads Editor 2.12 die maximale Anzahl an Videos pro Asset-Gruppe auf 15 an. Damit lassen sich Video-Assets breiter ausspielen und – dank der neuen Video-Transparenz – auch sauberer auswerten.

Was das bedeutet

8. Was die Updates für Ihre Kampagnen bedeuten

Die Summe der Updates verschiebt die Rolle des Werbetreibenden: weg vom passiven Beobachten, hin zum datenbasierten Steuern. Drei Konsequenzen für die Praxis:

8.1 Optimierung wird wieder möglich – auf Datenbasis

Mit Channel-Reporting, Suchbegriff- und Asset-Group-Daten lässt sich PMax erstmals fundiert nachsteuern: Budget auf performante Kanäle lenken, schwache Creatives austauschen, irrelevante Suchanfragen ausschließen. Wer diese Daten nicht nutzt, verschenkt Effizienz. In unserem KI-Performance Marketing machen wir genau diese Hebel systematisch nutzbar.

8.2 KI sinnvoll führen statt blind vertrauen

AI Max, AI Brief und die KI-Asset-Generierung sind mächtig – aber nur so gut wie der Kontext, den Sie liefern. Klare Zielgruppen, saubere Conversion-Daten und durchdachte Ausschlüsse entscheiden über den Erfolg. Wie sich die Anzeigenwelt durch KI insgesamt wandelt, beleuchten wir auch im Artikel Google AI Update: Die neue Generation von Werbeanzeigen.

8.3 First-Party-Daten werden zum Wettbewerbsvorteil

Mit Audience- und Kundenlisten-Ausschlüssen wird die Qualität Ihrer eigenen Daten zum direkten Performance-Hebel: Wer New-Customer-Acquisition sauber von Bestandskunden trennt, holt mehr aus jedem Euro. Parallel verändert sich, wie Nutzer überhaupt suchen – mehr dazu in unserem Beitrag zu SGE & KI-Overviews.

Ihr Aktionsplan

9. Checkliste: PMax-Konten jetzt optimieren

Sofortmaßnahmen für Ihre Performance-Max-Kampagnen
1
Channel-Reporting aktiv auswerten Öffnen Sie die neue Channel-Timeline und prüfen Sie, welche Kanäle Budget verbrauchen und welche tatsächlich Conversions liefern. Identifizieren Sie Effizienz-Lücken zwischen Investition und Ergebnis.
2
Negative-Keyword-Listen aufbauen Nutzen Sie das 10.000er-Limit: Schließen Sie irrelevante Suchanfragen und – wo sinnvoll – Marken-Traffic aus. Pflegen Sie die Liste regelmäßig auf Basis des Suchbegriff-Reports.
3
Audience-Ausschlüsse für Neukunden setzen Spielen Sie Bestandskunden-Listen als Ausschluss ein, wenn Ihr Ziel Neukundengewinnung ist. So fokussiert PMax das Budget auf neues Wachstum.
4
Budget-Report zur Planung nutzen Kontrollieren Sie die Hochrechnung zum Monatsende und simulieren Sie, wie sich Tagesbudget-Anpassungen auf die Performance auswirken, bevor Sie umschichten.
5
AI Max bewusst einführen – nicht überrumpeln lassen Bereiten Sie die automatische Umstellung von DSA-, ACA- und Broad-Match-Kampagnen bis Ende September vor. Testen Sie AI Max kontrolliert und steuern Sie es per AI Brief mit klarem Kontext.
6
Asset-Gruppen nach Creative-Thema schärfen Werten Sie das Asset-Group-Reporting aus, tauschen Sie schwache Creatives aus und nutzen Sie Asset-Experimente, um Varianten sauber gegeneinander zu testen.

Sie möchten Ihre Performance-Max-Kampagnen auf die neuen Möglichkeiten ausrichten? Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch mit unserem Team.

Das Gesamtbild

10. Fazit: Mehr Kontrolle, mehr Verantwortung

Die Performance-Max-Updates 2026 sind ein klares Signal: Google öffnet die Black Box. Channel-Reporting, Negative Keywords, Ausschlüsse und Budget-Transparenz geben Werbetreibenden endlich die Werkzeuge, um die KI gezielt zu steuern – statt ihr blind zu vertrauen.

Mit der gewonnenen Kontrolle wächst aber auch die Verantwortung: Die Konten, die jetzt die neuen Daten konsequent auswerten und sauber nachsteuern, werden besser performen als die, die PMax weiterhin als Selbstläufer behandeln. Der Vorsprung entsteht nicht durch die Funktionen allein – sondern durch ihre disziplinierte Nutzung.

Unsere Einschätzung: 2026 trennt sich in Performance Max die Spreu vom Weizen. Wer Reporting, Ausschlüsse und KI-Steuerung kombiniert, macht aus dem automatisierten Reichweiten-Tool eine präzise Performance-Maschine. Genau hier liegt der Hebel für nachhaltig bessere Google-Ads-Ergebnisse.

Lesen Sie auch: Google AI Update: Die neue Generation von Werbeanzeigen und Die Zukunft der Suche: SGE & KI-Overviews.

Häufige Fragen

11. FAQ: Die wichtigsten Fragen zu den PMax-Updates

Was ist neu an Performance Max 2026?

Die wichtigsten Neuerungen sind das Channel-Level-Reporting (sichtbar, wie sich Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps auf Impressionen, Klicks und Conversions verteilen), Negative Keywords auf Kampagnenebene (bis zu 10.000), Brand- und Placement-Ausschlüsse, der Ausschluss eigener Kundenlisten, ein Budget-Report zur Hochrechnung der Monatsausgaben sowie KI-gestützte Asset-Generierung und Asset-Experimente.

Kann ich in Performance Max jetzt Negative Keywords hinzufügen?

Ja. Negative Keywords lassen sich direkt auf Kampagnenebene und ohne Umweg über den Google-Support hinzufügen. Das Limit wurde von 100 auf bis zu 10.000 Negative Keywords pro Kampagne erhöht. So lassen sich irrelevante Suchanfragen und Marken-Traffic gezielt ausschließen.

Was zeigt das neue Channel-Level-Reporting?

Das Channel-Reporting macht erstmals transparent, über welche Google-Kanäle Ihr Budget ausgegeben wird und welcher Kanal welche Ergebnisse liefert. Eine Timeline-Grafik zeigt den Beitrag der einzelnen Kanäle über die Zeit. Zusätzlich liefert der Bericht „Wo Anzeigen erschienen“ netzwerksegmentierte Daten zu den Platzierungen.

Was ist AI Max für Suchkampagnen?

AI Max ist Googles KI-Funktionssuite für Suchkampagnen mit Search-Term-Matching, Text-Anpassung und Final-URL-Expansion. Laut Google erzielen Kampagnen mit dem vollen Funktionsumfang im Schnitt rund 7 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS. Bestehende DSA-, ACA- und Broad-Match-Kampagnen werden bis Ende September automatisch auf AI Max umgestellt.

Stephan Michalik
Über den Autor
Stephan Michalik
Gründer Grünberg.Digital. · CEO Flio Germany GmbH

Maximale Performance durch die Symbiose aus Erfahrung und Innovation: Als Gründer von Grünberg.Digital. und CEO der Flio Germany GmbH – einem führenden Business Inkubator und Enabler – konzipiert Stephan Michalik ganzheitliche Onlinemarketing-Strategien. Ob treffsicheres SEA, umsatzstarkes E-Mail-Marketing oder verkaufsstarke Landingpages: Er kombiniert diese Core-Disziplinen nahtlos mit modernster KI. Das Ergebnis sind hocheffiziente, KI-gestützte Marketing-Ökosysteme für maximalen digitalen Vorsprung.

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