Wer in den vergangenen Jahren eine Meta-Kampagne aufgesetzt hat, kennt den Handgriff: Anzeigengruppe öffnen, Platzierungen auf „manuell“ stellen, Audience Network abwählen, vielleicht noch In-Stream und Messenger. Fünf Sekunden Arbeit, und das Budget blieb dort, wo man es haben wollte. Dieser Handgriff verschwindet. Seit Ende August 2026 berichten Werbetreibende, dass die Häkchen in Anzeigengruppen mit den Zielen Umsatz und Leads nicht mehr da sind.
An ihre Stelle tritt ein anderes Werkzeug: die Wertregel. Sie kann ein Gebot für eine Platzierung um bis zu 1.000 Prozent anheben oder um bis zu 90 Prozent senken. Was sie nicht kann: eine Platzierung abschalten. Dieser Beitrag erklärt, was genau wegfällt, wie der Ersatz funktioniert, wo die Grenze zwischen „seltener“ und „nie“ verläuft – und was kleine und mittlere Unternehmen jetzt konkret in ihren Konten tun sollten.
1. Was sich ändert: Häkchen weg, Regler bleiben
Der Hinweis, den Meta seit dem 20. August 2026 im Platzierungsbereich betroffener Anzeigengruppen einblendet, ist kurz und umfasst mehr als nur einzelne Platzierungen. Sinngemäß heißt es dort: Das Ausschließen von Platzierungen, Plattformen, Geräten und Betriebssystemen wird für Anzeigengruppen nicht mehr verfügbar sein. Konkret entfallen damit vier Steuerungen:
- Einzelne Platzierungen abwählen – etwa Audience Network, In-Stream-Videos, Reels-Overlays oder Messenger-Stories. Das ist die Funktion, die Werbetreibende seit Jahren am häufigsten genutzt haben.
- Ganze Plattformen abwählen – also nur Facebook oder nur Instagram bespielen, mit allen darin enthaltenen Platzierungen.
- Geräte einschränken – Auslieferung nur auf Mobilgeräten oder nur auf dem Desktop.
- Betriebssysteme einschränken – Auslieferung nur auf iOS oder nur auf Android, etwa für App-Installationen.
Was bleibt, sind Regler statt Schalter: Wertregeln, mit denen sich Gebote je Platzierung, Gerät und mobilem Betriebssystem anpassen lassen, sowie eine kontoweite Platzierungskontrolle, die für jede Kampagne des Kontos gilt. Beides schauen wir uns unten im Detail an.
Kurz gesagt: Meta nimmt Werbetreibenden auf Anzeigengruppen-Ebene die Möglichkeit, eine Platzierung auszuschließen. Übrig bleibt eine Gebotsanpassung von höchstens minus 90 Prozent – ein Rabatt, keine Sperre. Wer eine Platzierung wirklich nie bespielen darf, hat nur noch die Kontoebene.
2. Der Hinweis im Werbeanzeigenmanager – und was Meta dazu sagt
Bemerkenswert ist, wie die Änderung an die Öffentlichkeit kam: nicht über eine Ankündigung, sondern über einen Screenshot. Der amerikanische Meta-Ads-Experte Jon Loomer veröffentlichte den In-Produkt-Hinweis am 20. August 2026. Ab dem 25. August meldeten dann Werbetreibende in Fachforen und auf LinkedIn, dass die Platzierungssteuerung in ihren Konten tatsächlich fehlt. Ein Datum für die vollständige Umstellung nennt der Hinweis nicht.
Meta selbst hat bis heute keine offizielle Mitteilung dazu veröffentlicht. Die Seiten des Business-Hilfebereichs beschreiben weiterhin Schritt für Schritt, wie man Platzierungen manuell abwählt. Diese Lücke zwischen Dokumentation und Oberfläche ist für Werbetreibende ärgerlich, aber nicht neu: Auch frühere Einschränkungen der Steuerung kamen zuerst im Produkt an und erst später in der Hilfe.
Was es von Meta gibt, ist eine Zahl zur Begründung. In der eigenen Dokumentation zu Advantage+ Platzierungen heißt es, Anzeigengruppen mit automatischen Platzierungen hätten im Schnitt einen um 11,7 Prozent niedrigeren Cost per Action erzielt als Anzeigengruppen mit manuellen Einstellungen. Die Zahl stammt von Meta, wird von Meta gemessen und bezieht sich auf ein Ergebnis, das Meta definiert. Sie vergleicht außerdem die Automatik mit manuellen Einstellungen von Werbetreibenden sehr unterschiedlicher Erfahrung. Das macht sie nicht falsch – aber auch nicht zu einem unabhängigen Beleg.
3. Wertregeln: So funktioniert der Ersatz
Wertregeln (englisch value rules) gibt es in Meta Ads schon länger. Ursprünglich dienten sie dazu, der Auslieferung zu sagen, dass bestimmte Nutzergruppen mehr wert sind als andere – etwa eine Altersgruppe oder eine Region. Jetzt werden sie zum Hauptwerkzeug für Platzierungen. Die Mechanik laut Meta-Hilfe:
- Spannweite: Gebote lassen sich um bis zu 1.000 Prozent erhöhen oder um bis zu 90 Prozent senken.
- Kriterien: Aktuell sind sieben Platzierungen anpassbar, darunter das Audience Network. Dazu kommen Gerätetyp (mobil oder Desktop) und mobiles Betriebssystem. Eine eigene Regel für ganze Plattformen gibt es nicht; wer Facebook oder Instagram bevorzugen will, muss die zugehörigen Platzierungen einzeln anpassen.
- Struktur: Zwei Kriterien je Regel, zehn Regeln je Regelsatz, ein Regelsatz je Anzeigengruppe.
- Ausblick: Meta kündigt an, dass Gebotsmultiplikatoren bis 2027 in die Wertregeln überführt werden. Weitere Platzierungen sollen folgen.
In der Praxis heißt das: Wer bisher das Audience Network abgewählt hat, legt künftig eine Wertregel „Audience Network: minus 90 Prozent“ an. Wer nur mobil ausliefern wollte, senkt das Gebot für Desktop um 90 Prozent. Wer eine App nur für iOS bewirbt, senkt Android. Das Prinzip ist immer dasselbe – und stößt immer an dieselbe Grenze.
4. Warum minus 90 Prozent kein Ausschluss ist
Ein um 90 Prozent gesenktes Gebot ist weiterhin ein Gebot. In einer teuren Auktion, etwa im Instagram-Feed zur Hauptsendezeit, wird es kaum je den Zuschlag bekommen. In einer billigen Auktion sieht das anders aus. Und genau die Platzierungen, die Werbetreibende am häufigsten ausgeschlossen haben – Audience Network, In-Stream-Videos, belohnte Videos in Drittanbieter-Apps – sind die billigen Auktionen. Dort reicht ein Zehntel des Gebots gelegentlich aus.
Schematische Darstellung der Gebotshöhe je Platzierung. Quelle: Meta Business-Hilfe zu Wertregeln (Spannweite +1.000 % bis −90 %). Stand: September 2026.
Für die meisten Konten ist der Unterschied zwischen „selten“ und „nie“ eine Frage der Effizienz, nicht der Existenz. Ein paar Prozent Budget im Audience Network kosten Geld, aber keinen Ruf. Anders liegt der Fall, wenn ein Ausschluss aus Gründen des Markenschutzes gesetzt wurde – etwa weil ein Unternehmen nicht in Spiele-Apps mit belohnten Videos erscheinen darf, oder weil ein Kunde das vertraglich ausgeschlossen hat. Aus einer solchen Zusage wird mit der Wertregel ein Rabatt auf genau die Umgebung, die man vermeiden wollte.
Auffällig ist dabei, dass der übrige Markt gerade in die andere Richtung geht: Amazon DSP hat im Dezember 2025 neue Ausschlusskategorien eingeführt, Microsoft Advertising hat im August 2025 die Domain-Sperrlisten auf 10.000 Einträge erweitert. Wo Wettbewerber längere Sperrlisten anbieten, macht Meta aus Sperrlisten Drehregler.
5. Der letzte harte Schalter: kontoweite Platzierungskontrolle
Einen echten Ausschluss gibt es weiterhin – nur nicht mehr dort, wo man ihn bisher gesetzt hat. In den Werbeeinstellungen des Werbekontos findet sich unter Kontosteuerung der Punkt Platzierungskontrolle. Dort lässt sich festlegen, dass das Unternehmen nur auf bestimmten Platzierungen werben darf; alle anderen werden abgewählt und für jede Kampagne des Kontos blockiert.
Das Wort „jede“ ist der Haken. Die Kontoeinstellung unterscheidet nicht zwischen einer Reichweitenkampagne, in der das Audience Network günstig Videoaufrufe liefert, und einer Lead-Kampagne, in der es nur Ausschuss bringt. Sie gilt pauschal. Für ein Unternehmen mit einem Werbekonto und klarer Linie ist das gut handhabbar. Für Agenturen, die mehrere Kunden über ein Konto führen, ist es keine Option – und für Konten, die bewusst je nach Ziel unterschiedlich ausliefern wollten, ein Verlust an Feinsteuerung.
Praxisregel: Ausschlüsse, die aus Vertrag, Compliance oder Markenschutz stammen, gehören ab sofort auf die Kontoebene. Ausschlüsse, die nur der Effizienz dienten, werden zu Wertregeln mit minus 90 Prozent. Wer beides vermischt, verliert entweder Sicherheit oder Flexibilität.
6. Die Vorgeschichte: vier Schritte in 19 Monaten
Überraschend kommt die Änderung nur für diejenigen, die die vergangenen anderthalb Jahre nicht verfolgt haben. Meta hat die manuelle Platzierungssteuerung schrittweise zurückgebaut, und jeder einzelne Schritt war klein genug, um nicht als Bruch wahrgenommen zu werden:
- 21. Januar 2025: Ausschlüsse im Detailed Targeting entfallen. Wer bestimmte Interessen oder Verhaltensweisen ausschließen wollte, konnte das nicht mehr.
- 16. Oktober 2025: Meta führt eine Voreinstellung ein, nach der bis zu 5 Prozent des Budgets auf ausgeschlossene Platzierungen fließen dürfen. Damit war das Prinzip gesetzt, dass ein Ausschluss eine Präferenz ist und keine Sperre.
- 18. Februar 2026: Die vereinheitlichte Advantage+-Kampagnenstruktur erlaubt keine Platzierungs-Ausschlüsse mehr auf Kampagnenebene.
- 29. Juli 2026: Mit Version 26.0 der Marketing-API verschwinden der Instagram-Explore-Feed und Messenger-Stories als einzeln wählbare Flächen.
Dazu kamen Warnhinweise beim Abwählen von Platzierungen, immer tiefer vergrabene Menüs und die Einführung der Wertregeln selbst. Wer die Richtung kannte, konnte sich vorbereiten. Wie sich Metas Automatisierung insgesamt entwickelt, haben wir bereits im Beitrag zu Meta Advantage+ und Andromeda beschrieben. Die Platzierungen sind das nächste Kapitel derselben Geschichte.
7. Wen es trifft – und wen vorerst nicht
Weil Meta nichts Offizielles veröffentlicht hat, stützt sich die Einordnung auf Beobachtungen aus der Branche, insbesondere von Jon Loomer, der seine Angaben ausdrücklich als inoffiziell kennzeichnet. Nach diesem Stand gilt:
- Betroffene Ziele: Anzeigengruppen mit den Kampagnenzielen Umsatz und Leads. Für Bekanntheit, Traffic, Interaktion und App-Bewerbung bleibt die volle Platzierungssteuerung vorerst erhalten.
- Voraussetzung: Das Konto muss den neuen Multimedia-Workflow in der Anzeigenerstellung haben. Wer die Änderung noch nicht sieht, hat ihn vermutlich noch nicht.
- Ausnahmen: Sensible Branchen sind ausgenommen – mutmaßlich die besonderen Anzeigenkategorien wie Kredit, Wohnen, Beschäftigung und Politik, möglicherweise auch Gesundheit.
- Status: Derzeit ein Test mit angekündigter Ausweitung. Ein Enddatum gibt es nicht.
Dass gerade Umsatz und Leads zuerst dran sind, ist aus Metas Sicht folgerichtig: Bei Conversion-Zielen liefert das Audience Network selten billige Scheinergebnisse, weil ein Kauf oder ein ausgefülltes Formular schwer zu fälschen ist. Die eigentlichen Probleme mit billigen Klicks, aufgeblähten Videoaufrufen und belohnten Videos entstehen bei Traffic- und ThruPlay-Zielen – und dort bleibt die Steuerung vorerst erhalten. Wer allerdings in Lead-Kampagnen eine ungewöhnlich hohe Zahl unbrauchbarer Formulare aus bestimmten Platzierungen beobachtet hat, verliert genau den Hebel, mit dem er das bisher abgestellt hat. Wie sich Lead-Qualität an anderer Stelle sichern lässt, zeigen wir im Beitrag zu Meta Lead Ads mit Terminbuchung.
8. Was KMU jetzt tun sollten
Die gute Nachricht: Wer jetzt handelt, tut es mit Blick auf die alten Einstellungen. Wer wartet, bis die Häkchen weg sind, muss aus dem Gedächtnis rekonstruieren, was warum ausgeschlossen war. Vier Schritte, in dieser Reihenfolge:
8.1 Bestandsaufnahme – solange die Häkchen noch da sind
Öffnen Sie jede aktive Anzeigengruppe mit Umsatz- oder Lead-Ziel und notieren Sie, was ausgeschlossen ist: Platzierungen, Plattformen, Geräte, Betriebssysteme. Schreiben Sie dazu, warum der Ausschluss gesetzt wurde – Effizienz, Markenschutz oder Vertrag. Diese Liste ist in vier Wochen mehr wert als jede Optimierung.
8.2 Wertregeln anlegen – je Effizienz-Ausschluss eine
Für jeden Ausschluss, der nur der Effizienz diente, legen Sie in der Anzeigengruppe eine Wertregel mit minus 90 Prozent an. Beachten Sie die Grenzen: zwei Kriterien je Regel, zehn Regeln je Regelsatz. Prüfen Sie dabei ehrlich, ob der Ausschluss bei einem Conversion-Ziel überhaupt noch nötig ist – oft war er eine Gewohnheit aus Traffic-Zeiten.
8.3 Harte Ausschlüsse auf die Kontoebene heben
Alles, was aus Markenschutz oder Vertrag stammt, gehört in die kontoweite Platzierungskontrolle. Prüfen Sie vorher, ob dadurch andere Kampagnen im selben Konto leiden – und ob im Zweifel ein zweites Werbekonto die sauberere Lösung ist.
8.4 Platzierungsaufschlüsselung wöchentlich lesen
Fügen Sie im Werbeanzeigenmanager die Aufschlüsselung nach Platzierung zu Ihrer Standardansicht hinzu und prüfen Sie wöchentlich, ob Budget in Audience Network oder In-Stream abwandert. Achten Sie besonders auf Kampagnen, deren Ergebnisse sich rund um den 24. und 25. August 2026 verändert haben: In diesem Zeitfenster verschwanden die Steuerungen aus vielen Konten, und manch vermeintliche Störung war in Wahrheit eine neue Budgetverteilung. Ob Ihr Konto von der Umstellung schon betroffen ist und wo Budget unbemerkt abfließt, prüfen wir in der Meta-Kontoanalyse – mit konkretem Handlungsplan.
Sie möchten Ihre Meta-Kampagnen auf die neue Steuerungslogik umstellen, bevor die Häkchen endgültig verschwinden? Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch mit unserem Team.
9. Fazit: Der Rabatt ersetzt die Sperre
Meta zieht mit den Platzierungen die Konsequenz aus einer Entwicklung, die vor anderthalb Jahren begann: Entscheidungen, die bisher eine Person in einer Anzeigengruppe getroffen hat, wandern in das System. Der Werbetreibende kann dem System noch sagen, was ihm weniger wert ist – aber nicht mehr, was er nicht will. Für Konten, die Ausschlüsse ohnehin sparsam eingesetzt und Probleme über Wertregeln gelöst haben, ändert sich wenig. Für alle anderen wird es eine Umstellung.
Entscheidend ist, die beiden Arten von Ausschlüssen jetzt sauber zu trennen. Effizienz-Ausschlüsse werden zu Wertregeln und verlieren dabei nicht viel. Schutz-Ausschlüsse gehören auf die Kontoebene, sonst werden sie unbemerkt zu Rabatten. Und in beiden Fällen gilt: Die Platzierungsaufschlüsselung ist ab jetzt Pflichtlektüre, nicht Kür. Warum das für viele Konten ohnehin überfällig ist, zeigt unser Beitrag Meta-Konto-Analyse: Warum Ihre Ads unter Wert laufen.
Unsere Einschätzung: Metas 11,7 Prozent mögen für den Durchschnitt stimmen. Aber kein Konto ist der Durchschnitt. Wer weiß, wo sein Budget landet, kann mit Wertregeln fast alles erreichen, was früher die Häkchen erledigt haben. Wer es nicht weiß, zahlt die Differenz – und merkt es erst in der Platzierungsaufschlüsselung.
Lesen Sie auch: Meta Advantage+ und Andromeda: KI-Werbung für KMU 2026 und Meta Lead Ads mit Terminbuchung.
10. FAQ: Häufige Fragen zu Platzierungen und Wertregeln
Kann ich in Meta Ads keine Platzierungen mehr ausschließen?
In Anzeigengruppen mit den Zielen Umsatz und Leads entfällt der Ausschluss von Platzierungen, Plattformen, Geräten und Betriebssystemen schrittweise. Seit dem 25. August 2026 berichten Werbetreibende, dass die Häkchen fehlen. Ein Termin für die vollständige Umstellung ist nicht veröffentlicht. Der einzige verbleibende harte Ausschluss ist die kontoweite Platzierungskontrolle in den Werbeeinstellungen, die für alle Kampagnen des Kontos gilt.
Was sind Wertregeln für Platzierungen bei Meta?
Wertregeln sind Gebotsanpassungen je Kriterium. Für Platzierungen, Geräte und mobile Betriebssysteme lässt sich das Gebot um bis zu 1.000 Prozent erhöhen oder um bis zu 90 Prozent senken. Laut Meta-Hilfe sind zwei Kriterien je Regel, zehn Regeln je Regelsatz und ein Regelsatz je Anzeigengruppe möglich. Derzeit sind sieben Platzierungen anpassbar, darunter das Audience Network.
Warum ist eine Senkung um 90 Prozent kein Ausschluss?
Ein um 90 Prozent gesenktes Gebot ist weiterhin ein Gebot. In einer günstigen Auktion, etwa im Audience Network oder bei In-Stream-Videos, kann es den Zuschlag bekommen. Aus einer Sperre wird damit ein Rabatt: Die Platzierung läuft seltener, aber nicht nie. Wer eine Platzierung vertraglich oder aus Markenschutzgründen sicher vermeiden muss, braucht die kontoweite Platzierungskontrolle.
Was sollten kleine und mittlere Unternehmen jetzt tun?
Erstens alle Anzeigengruppen mit Umsatz- und Lead-Ziel öffnen und notieren, was aktuell ausgeschlossen ist. Zweitens für jeden dieser Ausschlüsse eine Wertregel mit minus 90 Prozent anlegen, solange die Häkchen noch sichtbar sind. Drittens prüfen, ob ein harter Ausschluss nötig ist, und diesen dann kontoweit setzen. Viertens die Platzierungsaufschlüsselung wöchentlich auf Budget beobachten, das in Audience Network oder In-Stream abwandert.